Qualität in Geburtshäusern

 

 

Die Geburtsstunde des ersten Geburtshauses war 1987 in Berlin. Seit dieser Zeit sind in Deutschland rund 150 Geburtshäuser und Hebammenpraxen mit Geburtshilfe entstanden. Besonders in Berlin finden schwangere Frauen ein großes Angebot an Alternativen zur Geburt in einer Klinik.

 

In jedem Geburtshaus arbeitet ein Team von erfahrenen Hebammen, die über klinische wie außerklinische Berufserfahrung verfügen. Zur Sicherheit trägt insbesondere die kontinuierliche und persönliche Betreuung bei, die bereits in der Schwangerschaft beginnt. Kommt es unter der Geburt zu Komplikationen, wird ein Arzt hinzugezogen bzw. die Frau in eine Klinik verlegt. Es haben sich bewährte Kooperationen zwischen Geburtshäusern und Kliniken entwickelt, so dass eine Verlegung harmonisch ablaufen kann.

 

Das Sicherheitskonzept der Geburtshäuser sieht vor, dass nur gesunde Frauen dort ihr Kind bekommen können. Auch Frauen, deren Baby bis zum Schluss der Schwangerschaft in Beckenendlage liegt oder die Mehrlinge erwarten, können nicht im Geburtshaus gebären. Anhand der medizinischen Vorgeschichte und des Schwangerschaftsverlaufs wird die Hebamme mit der Frau individuell besprechen, ob eine Geburtshausgeburt möglich ist.

 
Seit dem 01.01.1999 erfasst die Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V. (QUAG) geburtshilfliche Daten der Geburtshäuser und anderer außerklinischer Geburten. Jährliche Berichte zeigen, dass sich die Ergebnisse im Vergleich zu den Krankenhäusern sehen lassen können. Auch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz erstellt im Rahmen ihrer geburtshilflich-gynäkologischen Statistik eine jährliche Übersicht der außerklinischen Geburten in Berlin. Zusätzlich haben viele Geburtshäuser ein internes Qualitätsmanagementsystem eingeführt.

 

Das Geburtshaus Pankow hat als erstes Berliner Geburtshaus seine Zertifizierung für die erfolgreiche Teilnahme am Qualitätsmanagementsystem bekommen.